Wer darf was, warum, und wer hat das entschieden? Diese drei Fragen entscheiden über das Ergebnis jeder Prüfung. SempreAI bringt Berechtigungen systemübergreifend in eine nachvollziehbare Struktur: von der datenbasierten Analyse des Bestands über belastbare Rollenmodelle und eine gepflegte SoD-Matrix bis zu Rezertifizierungskampagnen, die Risiken tatsächlich senken.
Strukturiertes Berechtigungsmanagement ist die Grundlage jeder sicheren IT-Umgebung und wirkt am schnellsten gegen Prüfungsfeststellungen.
Überblick
Warum Access Governance?
In gewachsenen Landschaften sammeln sich Berechtigungen an, statt sich zu bereinigen. Positionswechsel hinterlassen Rechte, Projektzugänge überdauern Projekte, und Sammelrollen verdecken, was tatsächlich zugewiesen ist. Das Resultat sind Zugriffsrisiken, die niemand mehr überblickt, und Rezertifizierungen, in denen Führungskräfte pauschal bestätigen, weil eine fundierte Einzelentscheidung im vorgegebenen Zeitrahmen gar nicht möglich wäre.
Access Governance setzt dort an, wo Werkzeuge allein nicht helfen: bei Datenqualität, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozessen. Zuerst entsteht Transparenz über den tatsächlichen Bestand, dann sinkt die Komplexität durch saubere Rollenmodelle, und zuletzt verankern wir Pflegeprozesse, die auch nach Projektende funktionieren.
Unser Leistungsspektrum
Was wir für Sie umsetzen
01
Berechtigungsanalyse & Transparenz
Am Anfang steht ein vollständiges Bild: Welche Berechtigungen existieren, wer nutzt sie, welche sind seit Monaten inaktiv und welche verstoßen gegen Richtlinien? Wir führen Daten aus allen relevanten Zielsystemen zusammen und machen sie auswertbar.
Systemübergreifende Erhebung des Berechtigungsbestands
Nutzungsanalyse und Erkennung verwaister Rechte
Identifikation von Orphan- und Shared-Accounts
Bewertung der Datenqualität je Zielsystem
Risiko-Heatmap nach Kritikalität und Häufung
Priorisierte Liste von Sofortmaßnahmen
02
Rollenmodellierung & Rollen-Mining
Rollen entstehen bei uns nicht am Whiteboard, sondern aus realen Zuweisungsdaten, die anschließend fachlich geschärft werden. So entstehen Business-Rollen, die Fachbereiche verstehen, und Systemrollen, die technisch handhabbar bleiben.
Datenbasiertes Rollen-Mining mit Clusteranalyse
Zweistufiges Modell aus Business- und Systemrollen
Ableitung aus Organisations- und Stellenstrukturen
Behandlung von Ausnahmen und Sonderrechten
Rollen-Ownership und Freigabeprozess
Kennzahlen zu Abdeckungsgrad und Rollenqualität
03
SoD-Analyse & Funktionstrennung
Funktionstrennung ist kein Formular, sondern ein gepflegter Konfliktkatalog mit klaren Regeln für Ausnahmen. SoD-Konflikte werden fachlich modelliert, systemübergreifend geprüft und in ein Verfahren überführt für dokumentierte, befristete Ausnahmen mit kompensierenden Kontrollen.
Aufbau eines fachlichen SoD-Konfliktkatalogs
Systemübergreifende Konfliktprüfung
Präventive Prüfung bereits im Antragsprozess
Ausnahmeverfahren mit Befristung und Begründung
Kompensierende Kontrollen und deren Nachweis
Regelmäßiges Reporting offener Konflikte
04
Rezertifizierungskampagnen
Gute Rezertifizierung entlastet Entscheider und erhöht die Aussagekraft. Kampagnen richten sich nach dem Risiko, Unkritisches wird vorgefiltert, und eine Ablehnung führt zu einem tatsächlichen, nachvollziehbar protokollierten Rechteentzug.
Damit Struktur nicht wieder zerfällt, verankern wir Verantwortlichkeiten und Pflegeprozesse organisatorisch: mit klaren Rollen, definierten Kadenzen und Kennzahlen, die früh sichtbar machen, wenn die Qualität nachlässt.
RACI für Antrag, Freigabe, Pflege und Kontrolle
Richtlinien und Arbeitsanweisungen in nutzbarer Form
Onboarding-Prozess für neue Zielsysteme
Regelmäßige Qualitätsprüfung des Rollenmodells
Schulung von Rollen-Ownern und Freigebenden
KPI-Set für Steuerung und Berichterstattung
Häufige Fragen
Berechtigungsmanagement – Häufige Fragen
Worin unterscheiden sich RBAC, ABAC und PBAC?
RBAC vergibt Rechte über definierte Rollen. Das ist strukturell klar, einfach auditierbar und gut geeignet für stabile Organisationen. ABAC entscheidet dynamisch anhand von Attributen wie Abteilung, Standort, Uhrzeit oder Risikoklasse und ist flexibler bei kontextabhängigen Zugriffen. PBAC hebt die Steuerung auf die Ebene zentral verwalteter, deklarativer Richtlinien. In der Praxis kombinieren wir die Ansätze: RBAC als tragendes Fundament, ergänzt um attribut- oder richtlinienbasierte Entscheidungen für feingranulare Ausnahmen.
Wie lange dauert eine Rollenmodellierung?
Für einen abgegrenzten Bereich mit guter Datenlage sind sechs bis zehn Wochen bis zum abgestimmten Zielmodell realistisch. Entscheidend ist weniger die Analyse als die fachliche Abstimmung: Wie viele Organisationseinheiten müssen beteiligt werden, wie klar sind Stellenstrukturen, und wie schnell werden Entscheidungen getroffen? Wir arbeiten deshalb iterativ und liefern nach den ersten Wochen bereits belastbare Zwischenergebnisse.
Was passiert mit Ausnahmen, die sich nicht auflösen lassen?
Ausnahmen sind normal, unkontrollierte Ausnahmen nicht. Dafür etablieren wir ein Verfahren, in dem jede Ausnahme eine fachliche Begründung, einen benannten Verantwortlichen, eine Befristung und eine kompensierende Kontrolle erhält. Alle offenen Ausnahmen laufen in ein regelmäßiges Reporting, sodass sie bewusst verlängert oder abgebaut werden, statt unbemerkt fortzubestehen.
Brauchen wir für Access Governance zwingend ein eigenes Werkzeug?
Nicht zwingend. Für Analyse, Rollenentwurf und erste Kampagnen lässt sich viel mit vorhandenen Mitteln erreichen, sofern die Datenbasis stimmt. Ein spezialisiertes Werkzeug lohnt sich, sobald Kampagnen regelmäßig über viele Systeme laufen, SoD-Prüfungen präventiv greifen sollen und Nachweise automatisiert entstehen müssen. Den Ausschlag gibt Ihr konkretes Mengengerüst.
Lassen Sie uns über Ihr Vorhaben sprechen
Ob Zielarchitektur, Rezertifizierungsstau, Legacy-Ablösung oder Betriebsübernahme: Schildern Sie uns Ihre Ausgangslage. Wir melden uns innerhalb eines Werktags mit einer konkreten Einschätzung.